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Rentenberechnung

Beitragssätze

Der Beitragssatz wird zur Beitrags-Berechnung in der Lohnabrechnung benötigt. Der Gesamtbeitrag wird grundsätzlich paritätisch getragen. D.h. je zur Hälfte durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Im Jahr 2016 haben wir einen Beitragssatz von 18,7%, also tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 9,35% vom beitragspflichtigen Bruttolohn. Beitragspflichtig ist nur das Arbeitsentgelt bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze.

1.5.1-akt.-Beitragssätze-2019.
Der Beitragssatz wird grundsätzlich durch Rechtsverordnung (§ 160 SGB VI) bestimmt.

Was ist der „aktuelle Rentenwert (aRW)“?

Der Rentenwert repräsentiert den monatlichen Wert in Euro für einen Entgeltpunkt. Er wird zum 1.7. eines jeden Jahres den wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst und gilt bis zum 30.06. des folgenden Jahres. Rentenerhöhungen gibt es demzufolge immer zum 1.7. eines Jahres. Die Rentenwerte der letzten Jahre entsprechen folgender Tabelle:

Quelle: Statistik der deutschen Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch VI, Rentenanpassungsverordnungen. Die gesetzliche Grundlage des aktuellen Rentenwerts ergibt sich aus § 68 SGB VI.

Bewertung von „Kindererziehungszeiten“.

Kindererziehungszeiten sind Beitragszeiten, die mit dem Wert eines Durchschnittsverdieners bewertet werden, ohne dass eigene Beiträge fällig werden. Die Beiträge werden vom Bund gezahlt. Mit der Rentenreform 1992 werden für Kinder, die ab 1992 geboren sind die Kindererziehungszeiten von 1 Jahr auf 3 Jahre angehoben. Mit dem RV-Leistungsverbesserungsgesetz vom 23. Juni 2014 wird für jedes vor dem 1. Januar 1992 geborene Kind die Kindererziehungszeit auf 2 Jahre verlängert.

Was sind „beitragsfreie Zeiten“ und „beitragsgeminderte Zeiten“?

  • Für beitragsfreie Zeiten werden weitere Entgeltpunkte als Durchschnittswert ermittelt. Zu den Beitragsfreien Zeiten gehören Anrechnungszeiten(schulische Ausbildung), Ersatzzeiten(Kriegsdienst, Wehrdienst, Flucht etc.) und Zurechnungszeiten (Eintritt der Erwerbsminderung bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres des Versicherten).
  • Für beitragsgeminderte Zeiten (z.B. Arbeitsunfähigkeit bzw. Rehabilitation, Bezug von Lohnersatzleistungen usw.) werden Zuschläge gutgeschrieben.

Was ist Zugangsfaktor(ZF) und Rentenabschlag?

Der Zugangsfaktor ist Teil der Rentenformel und berücksichtigt einen vorzeitigen oder aufgeschobenen Rentenbeginn abweichend von der Regelaltersgrenze.

  • Der Zugangsfaktor beträgt grundsätzlich 1,0 wenn die Rente mit Erreichen der Regelaltersgrenze beginnt.
  • Er ist kleiner als 1,0, wenn eine Rente vorzeitig beginnt. Die Bruttorente verringert sich pro Monat des vorzeitigen Beginns um einen Renten-Abschlag i. H. v. 0,3 %, also um 3,6 % pro Jahr.
  • Er ist größer als 1,0, wenn eine Rente wegen Alters trotz erreichen der Regelaltersgrenze erst später in Anspruch genommen wird. Der Zugangsfaktor erhöht sich pro Monat der Nichtinanspruchnahme um einen Zuschlag i. H. v. 0,5 %, also um 6,0 % pro Jahr.

Quelle: §§ 77, 264d SGB VI

Wird die Rente vorzeitig in Anspruch genommen, so bleibt der Abschlag für die gesamte Rentenzahlungsdauer erhalten. Wird aus der Regelaltersrente nach dem Ableben des Versicherten eine Hinterbliebenenrente, so wird auch hier der Abschlag angewandt. Ferner wird der Zugangsfaktor auch bei Renten wegen Erwerbsminderung, Erziehungsrenten und bei Hinterbliebenenrenten in veränderter Form angewandt.

Die Funktion des „Rentenartfaktor“ und wie hoch ist er?

Der Rentenartfaktor ist ein festgelegter Faktor pro Rentenart. Er bestimmt die Absicherung, die durch die Rentenart erreicht werden soll. Verwendung findet er in der Rentenformel.

Was ist die „Rentenformel“?

Die Höhe der monatlichen Rente wird nach der Rentenformel (§ 64 SGB VI) berechnet. Hierbei werden die persönlichen Entgeltpunkte(EP) mit dem Rentenartfaktor(RAF), dem Zugangsfaktor(ZF) und dem aktuellen Rentenwert(aRW) multipliziert.

Beispiele:

  • Für das Jahr 2014 werden die Werte der Renten-Info aus dem beispielhaft abgebildeten Versicherungsverlauf unter „Versicherungskonto“ in die Formel eingesetzt.
    Der Versicherte geht mit der Regelaltersgrenze(67) in Rente, daher ZF = 1.
    Da es sich um die Regelaltersrente handelt, RAF = 1.
    Rentemtl = EP • ZF • RAF • aRW
    Rentemtl = 27,6339 • 1 • 1 • 28,61(€)
    Rentemtl = 790,61€
  • In einem anderen Beispiel für das Jahr 2015 ändern sich die Bedingungen:
    Der Versicherte geht vorzeitig in Rente, 2 Jahre früher.(ZF= 0,928)
    Es handelt sich wieder um die Regelaltersrente, RAF = 1.
    Entgeltpunkte wie oben, EP = 27,6339.
    Aktueller Rentenwert in 2015 = 29,21€
     
    Rentemtl = 27,6339 • 0,928 • 1 • 29,21(€)
    Rentemtl = 749,07€

Aus diesen Beispielen ersieht man auch die Auswirkung der „Vorzeitigen Altersrente“, die Rente wird geringer obwohl der „aktuelle Rentenwert“ gestiegen ist.

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